
Was ist überhaupt ein Mietenpool?
Ein Mietenpool ist ein gemeinsamer Topf, in den alle Mieten des Hauses fließen und dessen Gelder nach einem vereinbarten Schlüssel an die Eigentümer verteilt werden.
Gemeint ist folgende Situation: Ein Mietshaus ist in Wohnungseigentume aufgeteilt. Die Wohnungen gehören verschiedenen Eigentümern. Die Eigentümer wohnen dort nicht selbst, sondern die Wohnungen sind vermietet.
Welchen Zweck hat ein Mietenpool?
Ein Wohnungseigentümer, der seine Wohnung vermietet, ist ein Anleger. Er hat einen Teil seines Vermögens in die Wohnung investiert und möchte damit Erträge erwirtschaften.
Ein Anleger hat in der Regel einen Teil der Anschaffungskosten für die Wohnung als Darlehen bei einer Bank aufgenommen. Er muss nicht nur monatlich das Hausgeld an den Verwalter zahlen, sondern auch Zins und Tilgung an die Bank. Nicht selten zehrt das fast die Miete auf, die er von seinem Mieter bekommt. Deswegen ist es eine Art Alptraum für einen Anleger, wenn er plötzlich keine Miete mehr bekommt. Das kann aus vielerlei Gründen passieren. Jedenfalls ist es ein Risiko, mit dessen Verwirklichung man vernünftigerweise rechnen muss.
Der Zweck eines Mietenpools im Beispiel:
Ein Haus hat 20 Wohnungen mit ungefähr gleichen Mieten. Eine Miete fällt aus. Ohne Pool fehlt dem betroffenen Eigentümer die gesamte Einnahme, sein Alptraum ist wahr geworden. Mit Pool fehlt jedem Eigentümer nur ein zwanzigstel seiner Einnahme. Das ist auch nicht schön. Aber es ist eben kein Alptraum.
nach oben
|